Vorlesen

Seit Jahren habe ich Gelegenheit, in der Stadtbibliothek Gütersloh Kindern vorzulesen. Ich darf die Textauswahl treffen und verwende dazu meinen eigenen Büchervorrat.

Für heute hatte ich „Ein Bär namens Sonntag“  ausgewählt, eine sehr freundliche Geschichte von Axel Hacke. Ob es am Wetter liegt, wie unterschiedlich viele Kinder von ihren Eltern zum Zuhören gebracht werden? Geworben wird um Kinder zwischen 5 und 8 Jahren, heute waren nur 3 Kinder erschienen, zweimal 5 und einmal 6 Jahre alt.

Weil der Text des 22 Seiten umfassenden Buches mit vielen bunten Bildern versehen ist, sahen sich die drei Kinder jedes der Bilder sorgfältig an, stellten Fragen, brachten Kommentare und erschienen mir sehr interessiert. Dass sie am Ende nur von „langweilig“ sprachen, enttäuschte mich ein wenig, bezog sich aber nicht auf meine Art des Vorlesens, sondern mehr auf die „Bärengeschichte“ an sich. Offenbar ist die Erwartung mehr auf „Action“ ausgerichtet, als auf harmlose Freundlichkeiten.

Dabei hatte mir die Geschäftsleitung auf meinen Wunsch auch aktuellen Lesestoff bereitgelegt, von dem ich unterstellte, er sei für ältere Kinder gedacht, daher verwendete ich ihn nicht.

Zumindest aber mein „KROKODIL-Gedicht“ kam gut an und damit werde ich immer wieder meine einstündige und kleine Vorlesung beginnen.

Die Kinder ließen sich gern fotografieren und sicher bin ich, dass sie wiederkommen, wenn nicht Sonnenwetter verlockender ist. Immerhin habe ich zwei der drei Kinder schon häufiger erlebt.

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